Ostlintel (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Ostlintel


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Ostlintel (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Im 10. Jahrhundert ergriff der Bremer Diözesan von diesem Raum Besitz und gründete als seinen Stützpunkt hier im Zentrum der Sandbauerschaft die Andreaskirche. Die Bauernschaft Lintel gehörte zu den zuerst besiedelten Gebieten auf der Norder Geestinsel. In Ostlintel lag die Burg der Häuptlingsfamilie Itzinga. 1919 wurde die Sandbauerschaft mit Norden vereinigt (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Ost

mnd. ôster, "östlich, im Osten gelegen"; nnd. oster, "nach Osten gelegen"; "Gibt die relative Lage eines Flurstücks an, Bezugspunkt häufig das Dorf."



2. Lintel

"Zusammensetzung aus afries. *linde, mnd. linde, "Linde" und Loh mit der Bedeutung "Lindenwald""



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 139
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 175
(1) Gretje Schreiber, Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript 2011. Hajo van Lengen, Friesische Landes- und Stadtgemeinde im Mittelalter. Der Fall Norden/Ostfriesland, in: Bünde - Städte - Gemeinden, hrsg. von Werner Freitag und Peter Johanek, Köln Weimar Wien 2009, S. 165-201.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 23.08.2017

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