Pottbackerslohne (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Pottbackerslohne


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Pottbackerslohne (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Heute ist der Verlauf der Straße vom Burggraben bis zur Kirchstraße. Diese Lohne wurde aber erst im 20. Jahrhundert angelegt. Die alte Pottbackerslohne ging zwischen den Häusern Sielstraße 67 und 68 zur Kirchstraße. Ihren Namen hat sie von der alten "Pottbackerei", genannt 1815, bekommen, die in der Sielstraße 67 bis Anfang des 20. Jahrhunderts zu finden war. Vordem hieß die Lohne "Hinrich Ufen Lohne" (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Pottbacker

pot- od.potte-bakker "Person die irdeneTöpfe und sonstiges irdenes Geschirr backt od. knetet, formt u. brennt, ein Topffabrikant, Töpfer".



2. Lohne

mnd. laane, loone, "schmaler Weg, Viehtrift, bes. schmaler Weg am Seedeich"; nnd. Lane, Lone, Laan, Loon, "Lohne, Durchgang, Durchfahrt, Gasse od. Gang, Weg"



Quellen:

(1) Gretje Schreiber, Norder Häuser, Die Bewohner der Sielstraße (VII), in: Ostfriesischer Kurier 19./20. Dezember 1998, S. 7.
Doornkaat Koolmanm Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Nachdruck der Ausgabe Norden 1879 bis 1884, Vaduz/Liechtenstein 1984, Bd.1, S. 748.
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 135


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 16.06.2011

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