Schlickfacken (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Schlickfacken


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Schlickfacken (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Zur Verbesserung des abgetorften Moores wurde schon sehr früh Schlick als Naturdünger und Bodenverbesserer eingesetzt. Dieser Schlick wurde im Norder Außentief gewonnen. Der nasse Schlick wurde in so genannten "Schlickfacken" (Schlickfächern) entsalzen und getrocknet und konnte dann seiner Bestimmung zugeführt werden (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Schlick

mniederd. slik, zu: sliken = gleiten, niederd. Form von schleichen, "am Boden von Gewässern abgelagerter od. angeschwemmter, feinkörniger, glitschiger, an organischen Stoffen reicher Schlamm"



2. Facken

fak (Plur. fakken), vak, "Behälter, durch Scheidewände eingeschlossener u. abgegrenzter Raum, Abteilung, Abschnitt"



Quellen:

(1) Christof Stöver, Eine große Norder Schleuse, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 3. November 2001, S. 37-40, hier S. 40.
Duden, Deutsches Universal Wörterbuch A - Z, Mannheim 1989, S. 1329
Doornkaat Koolmanm Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Nachdruck der Ausgabe Norden 1879 bis 1884, Vaduz/Liechtenstein 1984, Bd.1, S. 412


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 19.06.2011

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