Tidofeld (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Tidofeld


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Tidofeld (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

1612 erwirbt Freiherr Tido zu Inn- und Knyphausen (1582-1638) ein Haus und Gut in Bargebur für 10 100 Emder Gulden aus dem Besitz des Junker Albrecht Schwinge, dass aus dem Nachlass des Siptet Remtsna stammte.(1). 1614 erbaute dieser auf dem Grundstück ein Schloss, welches nur wenige Jahrzehnte später zerstört wurde. Im Verlaufe von Erbstreitigkeiten zwischen Dodo von Inn- und Knyphausen und Haro Caspar von Inn- und Knyphausen überfiel letzterer mit über 100 Mann am 11.10.1669 das Schloss Tidofeld. Mit grobem Geschütz wurden zwei große Scheunen voller Korn und Heu in Brand geschossen und das Schloss besetzt. Ein paar Tage später ließ Haro Caspar auch das Schloss vollständig niederreißen.

Quellen:

Fridrich Arends, Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, unveränderter Nachdruck 1972 der Ausgabe Emden 1824, S. 407; O. G. Houtrouw, Ostfriesland, eine geschichtlich-ortskundige Wanderung gegen Ende der Fürstenzeit, unveränderter Nachdruck der Ausgabe Aurich 1889/1891, Leer 1974, Bd. 1-2, hier Bd. 2, S. 255 f. Das Bürgerhaus in Norden, Manuskript 2017.
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 219


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 03.08.2017

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