Vierzig Diemat (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Vierzig Diemat
( Veertig Dimt )

Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Vierzig Diemat (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Vierzig Diemat liegen zwischen den neuangelegten Deichen von 1551 und 1583 und waren ehemals das Küchenland der Grafen Cirksena, deren Burg nördlich der vierzig Diemat lag. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts lief durch die späteren Vierzig Diemat das Alte Tief in den ersten Norder Hafen. Graf Ulrich II. verkaufte das Küchenland 1631 an Amtmann Rautenstein aus Varel. Bis 1952 gehörten die Vierzig Diemat zur Gemarkung Westermarsch I. Zwecks Bebauung wurde das Land nach Norden eingemeindet und wird noch heute unter dem Namen "Vierzig Diemat" geführt (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Diemat

„1 Diemat = ca. 56 Ar und 74 Quadratmeter“ (=5674 m2); „Altfries. deimeth n. „Demat, so viel, wie an einem Tag gemäht wird (Landmaß)““



Quellen:

Uphoff, Bernhard, Ostfriesische Masze und Gewichte, Aurich 1973, S. 30; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 12
(1) Gretje Schreiber, Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript 2011.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 01.08.2017

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