Weg zur Marsch (früher) (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Weg zur Marsch (früher)


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Weg zur Marsch (früher) (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Als es noch keine festen Straßen gab, verliefen die Wege oft über Ländereien. Hier ein Weg südlich der Alleestraße, der in die Westermarsch führt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Marsch

mnd. mersch, marsch, masch, „fruchtbare Niederung an den Ufern des Meeres oder der Flüße, durch Anschwemmung gebildet, bes. als Weideland benutzt“; nnd. marsk, mask, „Marsch, a) der die hohe Geest umgebene früher vor dem Bestehen der Deiche, von den Meeresfluthen oft überströmte, durch Meeresanwuchs entstandene u. aus fruchtbarem u. fettem Kleiboden bestehende Küstenstrich [...]; - b) eine grössere sumpfige Niederung od. ein grösserer von vielen Wasserläufen u. Gräben durchschnittener Landcomplex, dessen Boden aus vermoderten Wasserpflanzen u. Sumpfgräsern besteht u. welche wegen ihres wasserhaltigen Bodens sowohl od. weil sie auch sehr oft inundiert [überschwemmt] ist, gewöhnlich nur als Meedland od. auch zum Weiden benutzt wird“.



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 3, S. 77; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 580


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 01.08.2017

Projektpartner