Westgaste Fremouthswarf (Norden)

Ausgewählter Flurname:

Westgaste Fremouthswarf


Gemarkung:

Norden

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Westgaste Fremouthswarf (Norden)


Erklärung des Flurnamens:

Noch ca. 1750 bei Anlegung des Hypothekenbuches hieß es "Ein Haus und Garten nebst 4 1/2 Diemt Land, der Freters Warf genannt" (1). Der westlich verlaufende Zugschloot hieß auch "Freterswarfer Zugschloot".



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Gaste

afries. gāst, gēst f., „Geest“; mnd. gêst, gast, f., „das hohe trockene Land im Gegensatz zu den Marschniederungen“. – „Oft in Namen für den Altacker eines Dorfes."



2. Fremouthswarf

"Fremouthswarf ist seit 1897 als „Freemoutswarf“ überliefert und wurde 1930 als „Westgaste-Fremouthswarf“ urkundlich erfasst. Seit 1978 ist die heutige Bezeichnung belegt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Zusammensetzung des im 17. Jahrhundert in Emden bezeugten Familiennamen Fremaut (‚Freimut’) und Warf."



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 83; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 26; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 120
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 73.
(1) StAA, Rep. 234, Bd. 1377, Nr. 15.



Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 01.08.2017

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