Achter Thun Acker (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Achter Thun Acker


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Achter Thun Acker (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

In der Flur "Achter Thunen" bzw. "Achter Thun Acker" erstreckte sich der Eschboden der Gaste über den Düsterweg hinaus nach Süden. Gemäß Karte der Preußischen Grundsteuervermessung von 1874 waren hier die Einzelparzellen des Ackerlandes nach Art der Gewannstruktur als schmale, langgestreckte Streifen angelegt. Das änderte sich erst mit der Gastenverkoppelung im Jahr 1905.
Der Flurname bezieht sich auf die Lage der Flächen unmittelbar hinter den Gärten der nördlich der Dorfstraße gelegenen Hausgrundstücke. Sie reichten vormals bis an den Düsterweg, wurden inzwischen jedoch durch die Eisenbahntrasse durchschnitten.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Achter

mnd. achter, „hinten“



2. Thun

mnd. tûn, „Garten“



3. Acker

mnd. acker, m., n., „Acker, Ackerland, beackertes Land, die gesamte Anbaufläche, das anbaufähige Land eines Besitzers, Ackerstück, Feldstück; auch als Feldmaß"; nnd. Acker, m., „Acker, bebautes Feld“, „Urspr. etwa = "Streifenparzelle, einzelne Parzelle in einem Gewann"; „häufig im Plural, dann in der Regel den ältesten Teil der Ackerflur signalisierend, die sog. Kernflur"



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 7
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 630
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 108


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 07.08.2015

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