Achterfennen (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Achterfennen


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Achterfennen (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Während sich die "Fennen" in langen, breiten Streifen von der Bauzeile im Osten des Ortes nach Süden bis an den sogenannten "Nebenzugschloot" erstreckten, schlossen sich daran östlich des Salterschlootes die kürzeren und auch nicht so breiten Parzellen der Flur "Achterfenne" an. Diese wurden im Süden durch den Krummenweg begrenzt.
Die Lage dieser Flur ist nach der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 eindeutig auszumachen. Heute ist sie nicht mehr erkennbar, weil sie einerseits vom neu ausgebauten Thesingschloot durchschnitten wird und der Krummenweg nicht mehr vorhanden ist.
Der Flurname sagt lediglich aus, dass diese Flächen aus der Sicht vom Ort "hinter den Fennen" liegt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Achter

mnd. achter, „hinten“



2. Fenne

„Altfries. fene, fenne, fonne, finne, fen, fon, fin, fen […] m. f. „Weide““; „mittelniederd. venne f. „moorige, marschige Weide““



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 7
Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 22


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 23.09.2015

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