Branne (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Branne
( Brannen )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Branne (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

"Die Brannen" war eine eng begrenzte Flur, die sich im Nortmoorer Hammrich östlich des Terwischer Weges in einem Streifen nach Osten fast bis an das Holtlander Schöpfwerk erstreckte. Sie konnte nur über einen kurzen Stichweg erreicht erreicht werden. Nach der Karte der Preußischen Grundsteuervermessung von 1874 war diese Flur zwar von Gräben eingefasst, aber die sieben Besitzstreifen hatten keine örtlich sichtbare Abgrenzung. Sie waren etwa 450 m lang, jedoch nur 5 m bis 15 m breit. Außerdem verschwenkten sie auf 2/3 ihrer Länge leicht Richtung Norden und verjüngten sich bis zum Ende etwa um die Hälfte ihrer ursprünglichen Breite. Bei diesem Flächenzuschnitt dürfte die Bearbeitung schwierig gewesen sein, wenn man dem Nachbarn, beispielsweise bei der Mahd, nicht in die Quere kommen wollte.
Der Flurname "Brannen" erscheint schwer deutbar. Ob hier möglicherweise der Ausdruck "prammen" für "drücken, pressen, quetschen" Pate gestanden hat, ist wohl eher nicht anzunehmen. Andererseits ist es trotz der Nähe zu sicherlich abbauwürdigem Kleiboden wegen der ständigen Überschwemmungsgefahr kaum denkbar, dass hier ein Backsteinbrennofen unterhalten wurde.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. prammen

drücken, pressen, stopfen, quetschen, stampfen etc. Ndl. pramen; mlnd., mfläm. pramen; wang. prom; mnd. pramen; nd. prammen, prampen



2. brannen

brennen, sengen, flammen, glühen, Hitze machen u. haben, heiss u. roth machen u. sein etc. ahd. brennen, prennen, mhd. brennen; goth. brannjan



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 221
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 754


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 04.09.2015

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