Das Fentjestück (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Das Fentjestück


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Das Fentjestück (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Unmittelbar am Deich liegt östlich des Sieltiefes die Flur "Das Fentjestück", auch "Gastenstücke" genannt. Sie ist zwar in der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 als Grünland gekennzeichnet, dürfte aber auch geackert worden sein. Offenbar ist diese und sind auch benachbarte Flächen einerseits höher gelegen als der übrige Hammrich und der Boden enthält einen höheren Sandanteil. Schon die Beschreibung des Amtes Stickhausen von 1794 sagt in Kapitel 7, auf den Seiten 33 bis 39 aus: "..., das Land am Deich (ist) Kley mit Sand untermagert,...". Und in der Aufstellung des Kircheninventariums vom 25. April 1765 wird das Grundstück "hinter der Fentje" zu den Bauländereien gezählt. (Quelle: Heinrich Erchinger, Ortsgeschichte Nortmoor, Bd. 2, S. 54) Das Fentjestück wurde also schon damals geackert und auch jetzt wird hier wieder Mais angebaut.
Der Flurname "Fentje" dürfte die Verkleinerungsform von "Fenne" sein.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Fenne

„Altfries. fene, fenne, fonne, finne, fen, fon, fin, fen […] m. f. „Weide““; „mittelniederd. venne f. „moorige, marschige Weide““



2. Stück

mnd. stücke, n., „Acker, Feld, Flurstück; Grundstück“; nnd. Stück, n., „Abteilung eines Feldes“



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 22
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 148


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 02.11.2015

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