Das Hahsler Land (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Das Hahsler Land


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Das Hahsler Land (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

In der Gemarkung Nortmoor befand sich ein Vorwerk der Johanniter-Kommende Hasselt. Es verfügte über einen Geländestreifen, der etwa 220 m breit war und sich von der Gemarkungsgrenze zu Brinkum nach Süden über die Gaste und durch den Hammrich bis fast an den Jümmedeich erstreckte. Die Gesamtgröße betrug etwa 70 ha und seine Zeit- und Erbpächter seit 1614 sind nachweisbar (Quelle: Heinrich Erchinger, Ortsgeschichte Nortmoor, Bd. IV, S. 43)
Zu diesem Grundbesitz gehörte auch das "Hahsler Land", gemeint ist die Kommende Hasselt. Es lag westlich des Müntke-Schlootes im Süden des Hammrichs, am Sachschloot. Es handelte sich dabei um Wiesengelände mit einer Höhenlage von etwa 0,5 m ü. NN. Die Bodenart ist Niedermoor mit einer Marschauflage.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Land

mnd. lant, n., nnd. Land, n., „Land“. – „Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland.“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 19.10.2015

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