Das Logabirumer Yett (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Das Logabirumer Yett


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Das Logabirumer Yett (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Östlich des Sieltiefes, unmittelbar am Schöpfwerk befand sich das Flurstück "Das Logabirumer Yett". Es handelte sich dabei um ein qualitativ hochwertiges Stück Grünland auf Marschboden in leicht erhöhter Deichlage.
Der Flurname sagt zunächst einmal aus, dass dieses Grundstück sich offenbar im Besitz eines Logabirumer Landwirtes befand. Die Bezeichnung "Yett" geht nach Uphoff (S. 35) auf das altfriesische Wort "jet" oder "Jeth" zurück, das so viel wie "Riss, Bruch oder auch Bruchstück einer größeren Fläche" bedeutet. Doornkaat Koolman (Band II, S. 143) setzt "Jet" mit "Gat" gleich und übersetzt dieses Wort mit "Loch, Riss, Spalt, Öffnung, Durchbruch, enger Gang etc.". Diese Bezeichnung könnte sich also auf das Siel, den Durchbruch durch den Deich oder die Auftrennung der Fläche durch das Sieltief beziehen. Schließlich wird eine Abwandlung von "Jet", die "Jidde", auch für ein Flächenmaß genutzt, wobei dieses auch der Bruchteil einer größeren Maßeinheit sein kann.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Yett, Jück

mnd. jok, juk, jök, n., m., „Ackermaß, so viel ein Joch Ochsen in einem Tage umpflügen kann



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 128


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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