Der Martenshörren (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Der Martenshörren
( Martenshörren )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Der Martenshörren (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Das Hofgrundstück am Außenbogen der Jümmeschleife in Richtung Süden wird heute "Eickehörn" genannt. Der hier vermerkte Name ist jedoch "Martenshörren". Dieser Name bezieht sich offenbar nicht auf den hier seit Anfang des 19.Jahrhunderts ansässigen ersten Siedler. Dessen Name war laut Eintrag unter Nr. 2156 des Ortssippenbuches Nortmoor der Warfsmann Lüpke Reinhards Walther, geb. 05.06.1790, gest. 04.04.1851. Er wird im Kirchenbuch als "Kolonist am Deich" bezeichnet. Seine Nachfahren bewirtschaften noch heute das Anwesen.
Die Bezeichnung "Martenshörren" könnte älter als die erstmalige Ansiedlung sein. Möglicherweise hat das Grundstück zum Vorwerk Nortmoor der Johanniter-Kommende Hasselt gehört. Es befindet sich in der südlichen Verlängerung des übrigen Vorwerkbesitzes im Hammrich. Einer der bekannten (Erb-) Pächter des Vorwerkes war im 18. Jahrhundert Jan Martens (geb. 1691, gest. 1743, gem. OSB Nortmoor Nr. 1512). Auch der Hasselter Heuweg, der die Vorwerkflächen auf der Gaste nach Osten begrenzt, ist "Martensweg" genannt worden.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hörren

mnd. hōrn, n., „spitz zulaufendes, keilförmiges Landstück“, „Winkel, Ecke, Biegung“; nnd. Horn, n., „in Flurn. „Ecke, Winkel“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 02.11.2015

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