Der schiefe Kamp (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Der schiefe Kamp


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Der schiefe Kamp (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Nördlich der Einmündung des Sachschlootes in das Sieltief befand sich ein sehr schmales, langgezogenes, von Gräben eingefasstes Grundstück, dessen Längsseiten nicht parallel verliefen, sondern leicht abknickten. Diese "schiefe" Form hat offensichtlich zum Flurnamen "Der schiefe Kamp" geführt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. scheef

mnd. schêf, „schief, gekrümmt; schräg; verwachsen, mißgestaltet“; Hinweis auf eine „Hanglage des Geländes“ oder auf einen „unregelmäßigen Zuschnitt der Parzelle



2. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist



Quellen:

Müller, Gunter, Westfälischer Flurnamenatlas, Lieferung 3, Bielefeld 2003, S. 387
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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