Die Bu▀nellen (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Die Bußnellen


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Die Bu▀nellen (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

"Die Bußnellen" erstreckten sich vor der Verkoppelung des Jahres 1904 östlich des Middemoorweges vom Mittelweg im Süden bis an die Gemarkungsgrenze zu Brinkum im Norden. Sie waren als sehr schmale , langgestreckte Ackerstreifen in typischer Gewannstruktur angelegt. Sie stiegen vom Mittelweg bei etwa 4,0 m ü. NN nach Norden bis auf 5,0 m an, um dann zur Gemarkungsgrenze wieder auf 2,0 m ü. NN abzufallen. Allerdings war der Streifen an der Grenze zu Brinkum, etwa ab dem heutigen Heidkoppelweg, um 1900 in großen Teilen noch nicht kultiviert (siehe Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898).
Der Flurname "Bußnellen" hängt möglicherweise mit der ansteigenden Ackerform zusammen. Sie mutet an, als ob sie sich aufgebläht hätte. Dabei ähneln sich die Bedeutungen von Bestimmungs- und Grundwort, so dass eine gewisse Doppelung entsteht.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. busen

ungestüm sein, brausen, tosen, aber auch - sich ausdehnen, aufblasen, blähen, schwellen



2. Nelle

„Bezeichnung für kleinere, runde Erhebungen“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 262/263
Mietzner, Erhard, Die Flurnamen der Gemeinde Südlohn. Gesamtüberlieferung (1147-1989) und Namenerklärung, Vreden/Südlohn 1997, S. 219


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 03.11.2015

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