Die Kammjedde (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Die Kammjedde


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Die Kammjedde (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Ein Streifen des Logabirumer Forstes auf Nortmoorer Gebiet nördlich der Dorfstraße gehörte vor seiner Anpflanzung zu den Ackerflächen des Pillkamp. Die vergleichsweise schmale Parzelle, die schon damals im Westen und Norden von Waldflächen eingerahmt war, trägt den Flurnamen "Die Kammjedde" oder, wie sie auf einer Urkunde aus dem Jahr 1785 genannt wird, "Kamen Jedde". Quelle: Heinrich Erchinger, Ortsgeschichte Nortmoor, Bd. 6, S. 51. Diese Bezeichnung dürfte sich einerseits auf die Größe des Grundstückes (Jedde = 0,46.85 ha) und die Lage als eingeschlossene Parzelle beziehen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kamm

Kammer, Kam, mnd. kāmer, f., nnd. Kammer f., 1. „Kammer“; Metapher: „eingeschlossen liegendes Flurstück";



2. Jedde

= Jidde, Flächenmaß = 46,65 Ar



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129
Uphoff, Bernhard, Ostfriesische Masze und Gewichte, Aurich 1973, S. 35


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 16.07.2015

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