Die Osterburg (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Die Osterburg


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Die Osterburg (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Das Gelände der früheren "Osterburg" befindet sich östlich der Holtlander Straße, unmittelbar südlich der Eisenbahnlinie Leer-Oldenburg. Auf älteren Karten (Preußische Grundsteuervermessung von 1874 und Landesaufnahme von 1898) ist erkennbar, dass diese Fläche fast kreisrund angelegt und mit Wallhecken umgeben war. Nach Heinrich Erchinger ist die "Osterburg" vermutlich ein Vorgängerbau der 1550 durch den Drosten von Hoen errichteten Münkeburg, die westlich der Holtlander Straße gestanden hat. (Quelle: Heinrich Erchinger, Die Münkeburg in Nortmoor, Unser Ostfriesland, Beilage der Ostfriesen-Zeitung, 20.April 2002). Der gleiche Verfasser nimmt darüber hinaus an, dass das Landgut der "Münkeburg" bzw. vormals "Osterburg" vor der Reformation eine Einrichtung des Vorwerkes des Prämonstratenser-Klosters in Barthe war.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Oster

mnd. ôster, „östlich, im Osten gelegen“; nnd. oster, „nach Osten gelegen“. – "Gibt die relative Lage eines Flurstücks an, Bezugspunkt häufig das Dorf."



2. Börg

mnd. borch, f., nnd. börg, „Burg“. In Ostfriesland auch die Bezeichnung für größere, außerhalb der Ansiedlung gelegene Bauernhöfe



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 139
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 383; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 205


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 25.08.2015

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