Die Sandblöcke (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Die Sandblöcke


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Die Sandblöcke (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

In westlicher Verlängerung des den Hammrichboden durchstoßenden Sandrückens der "Hohen Widde", am früheren Widdenweg, befinden sich die Grundstücke mit dem Flurnamen "Die Sandblöcke".
Der Name zeigt an, dass hier, wie bei der "Widde", der auch dort zutage tretende Sandrücken durch das Moormarschgelände bis an die Oberfläche ragt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sand

mnd. sant, n., „sandige Fläche, Gegend“; nnd. Sand, m., „Sand“. – „Als Simplex = „sandiges Flurstück“, als BW entweder Hinweis auf Bodenbeschaffenheit oder auf Sandabbau. – An der Küste in Namen für Wattflächen [...].“



2. Block

mnd. block, m. u. n., „ein mit einem Graben, früher auch wohl mit einem Zaune umgebenes, höher od. niedriger gelegenes Ackerstück“; "ein kurzer Queracker (Blokkakker) vor anderen längeren"



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 143
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 360; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 20


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 23.09.2015

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