Die Widden (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Die Widden
( Widden, Die Hohe Widde )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Die Widden (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Der Rüscheweg, der heute in etwa gerader Linie von der Dorfstraße in Nortmoor nach Süden bis an den Jümmedeich verläuft, versprang früher etwa 500 m vor dem Deich um eine Grundstückstiefe nach Westen. Etwa in halber Länge Richtung Deich nach diesem Wegeknick zweigte in Höhe des heute dort befindlichen Aussiedlungsgehöftes der "Widdenweg" in Richtung Westen ab. Diese Wegbezeichnung weist auf einen Geländestreifen, die "Widden" hin, der sich nördlich dieses Weges befand und von ihm erschlossen wurde.
Das Besondere dieser Grundstücke, die doch in relativer Deichnähe liegen ist, dass hier der Moormarschboden von einem Sandrücken durchragt wird. Als Folge stieg das Gelände hier auf 1,0 m ü. NN an. Inzwischen ist der Sand jedoch größtenteils abgebaut und für Baumaßnahmen verwendet worden. Zurückgeblieben ist eine Wasserfläche, die an das Gehöft grenzt.
Der Flurname "Widden" ist entstanden, weil die Sandkuppen früher mit Weidengebüsch bewachsen waren.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wiede

mnd. wide, f., „Weide, sow. die Buscharten, als der Weidenbaum“; nnd. Wiede, f., „die Weide, als Baum und als Busch, salix“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 154


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 23.09.2015

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