Die untere und obere Abtsfenne (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Die untere und obere Abtsfenne


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Die untere und obere Abtsfenne (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Beginnend an dem früher sich im nördlichen Hammrich von West nach Ost hinschlängelnden Zuggraben, der das Wasser über Münke- und Papenschloot nach Süden zum Siel abführte, erstreckte sich direkt östlich des Münkeschlootes ein Geländestreifen nach Süden bis an den Sachschloot, der zum Vorwerk des Johanniterordens in Nortmoor gehörte. Da diese Flächen früher einmal direkt vom Klostergut in Hasselt bewirtschaftet wurden, war der Abt des Klosters bezüglich dieses Besitzes Grundherr. Diese Umstände haben zum Flurnamen "Abtfenne" bzw. "Abbekamp" geführt. Um die Lage von Teilflächen im Gelände genauer bezeichnen zu können, wurde noch zwischen der "Unteren und Oberen Abtsfenne" bzw. dem "Unteren und Oberen Abbekamp" unterschieden. Dabei ist die "Obere" Fläche immer das dem Deich am nächsten gelegene Grundstück.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Abts

afries. abbate, abbet(e), „Abt“



2. Fenne

„Altfries. fene, fenne, fonne, finne, fen, fon, fin, fen […] m. f. „Weide““; „mittelniederd. venne f. „moorige, marschige Weide““



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 22


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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