Dreechacker (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Dreechacker


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Dreechacker (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Der "Dreechacker", wohl richtiger "Dreeschacker", befindet sich westlich des Hasselter Heuweges, unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Brinkum. Er war auch vor der Verkoppelung der hier ansonsten vorhandenen reinen Ackerflächen im Jahre 1905 bereits mit Wallhecken umgeben und konnte daher, obwohl auf der freien Gaste liegend, als Viehweide genutzt werden.
Der Flurname deutet darauf hin, dass dieses Grundstück einer Wechselnutzung sowohl zeitweise als Ackerland, aber auch einer Beweidung mit Vieh unterlag.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Dreesch

mnd. drêsch, drîsch, m., 1. „ruhender Acker, unbebautes Land, das als Viehtrift dient“; nnd. Dreesch, Dreisch, Driesch,Dreesche, Dreeschen, m., f., n., „1. der ruhende Acker, welcher, ehe er neu aufgebrochen wird, als Viehtrift, zumal für Schafe dient. 2. eine wenig fruchtbare, unbebaute, als Trift benutzte Strecke, die nur spärlich mit Gras bewachsen ist“. – „Hinweis auf ehemalige Feldgraswirtschaft.“



2. Acker

mnd. acker, m., n., „Acker, Ackerland, beackertes Land, die gesamte Anbaufläche, das anbaufähige Land eines Besitzers, Ackerstück, Feldstück; auch als Feldmaß"; nnd. Acker, m., „Acker, bebautes Feld“, „Urspr. etwa = "Streifenparzelle, einzelne Parzelle in einem Gewann"; „häufig im Plural, dann in der Regel den ältesten Teil der Ackerflur signalisierend, die sog. Kernflur"



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 115
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 108


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 04.08.2015

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