Dreschkamp (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Dreschkamp


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Dreschkamp (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Der "Dreschkamp" lag als teilweise eingehegte Fläche südlich der Dorfstraße, angrenzend an das Flurstück "Kattenkafe" und war im Westen mit dem Heidfeld verbunden (Karte der Preußischen Grundsteuervermessung von 1874). Der Boden ist hier noch sehr sandig mit einer Höhenlage von etwa 3,50 m ü.NN. Nach der Planskizze des Ing. W. Camp von 1807/08 (StAA Rep. 230 Nr. 118) war die Fläche zu dieser Zeit bereits in Privatbesitz und gehörte nicht zur Gemeindeweide.
Der Flurname deutet auf jung-kultiviertes Gelände, das erst vor wenigen Jahren aufgebrochen wurde. Das Grundwort "Kamp" weist auf die Umwallung hin.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Dreesch

mnd. drêsch, drîsch, m., 1. „ruhender Acker, unbebautes Land, das als Viehtrift dient“; nnd. Dreesch, Dreisch, Driesch, Dreesche, Dreeschen, m., f., n., „1. der ruhende Acker, welcher, ehe er neu aufgebrochen wird, als Viehtrift, zumal für Schafe dient



2. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 115
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 16.07.2015

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