Dreske (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Dreske


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Dreske (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Das Flurstück "Dreske" befindet sich einerseits zwischen der Dorfstraße und dem Düsterweg sowie andererseits dem Hasselter Heuweg im Osten und der Alten Straße im Westen. Es ist ein Teil des Gebietes, das zum Vorwerk der Johanniter-Kommende in Hasselt gehörte und sich in einem etwa 220 m breiten und ca. 3 km langen Streifen von der Gemarkungsgrenze zu Brinkum bis zur Jümme im Süden erstreckte. Insgesamt handelte es sich dabei um etwa 70 ha Ländereien, deren Zeit- und Erbpächter seit 1614 nachgewiesen sind. (Quelle: Heinrich Erchinger, Ortsgeschichte Nortmoor, Bd. IV, S.43)
Die Flurlage nördlich der Dorfstraße steigt in diesem Bereich zur Höhe der Gaste von etwa 2,0 m an der L 821 bis auf etwa 5,5 m ü. NN am Düsterweg an. Da die Fläche außerdem unmittelbar hinter den an der Straße errichteten beiden Höfen auf dem ehemaligen Gutsgelände liegt, dürfte sie überwiegend als Grünland genutzt und nicht durchgehend geackert worden sein. Das wird durch den Flurnamen "Dreske" bestätigt, der auf eine wechselnde Nutzung der Fläche schließen läßt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Dresk

mnd. drêsch, drîsch, m., 1. „ruhender Acker, unbebautes Land, das als Viehtrift dient“; nnd. Dreesch, Dreisch, Driesch, Dreesche, Dreeschen, m., f., n., „1. der ruhende Acker, welcher, ehe er neu aufgebrochen wird, als Viehtrift, zumal für Schafe dient. 2. eine wenig fruchtbare, unbebaute, als Trift benutzte Strecke, die nur spärlich mit Gras bewachsen ist“. – „Hinweis auf ehemalige Feldgraswirtschaft.“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 115


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 03.08.2015

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