Dustland (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Dustland


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Dustland (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Das "Dustland" war Teil des zum Vorwerk Nortmoor der Johanniter-Kommende Hasselt gehörenden Grundbesitzes. Es lag südlich des Meentstückenweges am früher dort vorhandenen Müntke-Schloot. Der Flurname "Dustland" deutet auf eine rauhe Oberfläche, die möglicherweise durch horstbildende Seggen, Simsen und Binsen entstanden ist. Diese Pflanzenarten lieben den hier vorherrschenden Standort eines feuchten Niedermoores.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Dust

Klumpen, Haufen, wirre Masse, Knäuel, Wulst, Büschel, Zotte



2. Land

mnd. lant, n., nnd. Land, n., „Land“. – „Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland.“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 367
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 17.08.2017

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