Eikehörn (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Eikehörn
( In der Eickehörn )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Eikehörn (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Die Flur "Eickehörn" beginnt, wo die Jümme im Südwesten der Gemarkung Nortmoor nach einer nördlichen Schleife scharf nach Süden abknickt. Hier befindet sich auch eine Hofstelle, die heute "Eickehörn" genannt wird. Diesen Flurnamen tragen alle Flächen am Fuß des Deiches, bis der Fluss wieder nach Westen verschwenkt. Der Geländestreifen am Deich war schon immer begehrt, weil die Grundstücke hier etwas höher gelegen sind und wegen des sandhaltigen Marschbodens eine hohe natürliche Fruchtbarkeit besitzen. Entsprechend kleinteilig waren bis zur Flurbereinigung in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Einzelparzellen und von unregelmäßiger Form. Dies ist ein Indiz für die frühe Aufteilung der Flur. Diese Struktur stand im Gegensatz zum übrigen Hammrich, dessen Flurstücke lang und gerade geschnitten waren.
Der Flurname könnte vom Vornamen Eike bzw. Eiko abgeleitet sein. Es erscheint jedoch plausibler, dass hier das Stammwort "Esch" Pate gestanden hat. Dann wäre der Flurname so abzuleiten, wie es Arend Remmers angibt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. eyschehorn

Zusammensetzung von altfries. "ees" = Esch, Ackerland und "hoerne" = Spitze, Ecke, Winkel



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 16


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 02.11.2015

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