Ellerhütten (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Ellerhütten
( Ellerhüllen )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Ellerhütten (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Die nördlichste Flurlage im Osten der Gemarkung Nortmoor, zwischen dem Leihweg und dem Heimschloot, der hier gleichzeitig die Gemarkungsgrenze zu Brinkum bildet, ist der "Ellerhüllen" und nicht "Ellerhütten", wie sie hier fälschlicherweise genannt wird.Während das westlich angrenzende Kahlfeld noch den sandigen Ausläufer der Nortmoorer Gaste bildet, fällt das Gelände hier zur Eheniederung mit einem Niveau von 2,0 m bis unter 1,0 m ü NN ab. Gleichzeitig verändert sich die Bodenqualität von Sand zu Anmoor und Darg. Es handelt sich bei den "Ellerhüllen" um Wiesengelände mit Gräben als Einfriedigung. Der Flurname ist im Bestimmungswort eindeutig einzuordnen. "Eller" ist die niederdeutsche Bezeichnung für die Baumart "Erle". Interessant ist, dass eine Skizze der Urbarmachungskommission von 1806 (StAA Rep. 5c/137) an dieser Stelle eine Baumgruppe und die Bezeichnung "Eller Hüllen" zeigt. Das Grundwort "Hüllen" oder auch "Hullen" steht für eine unebene Oberfläche mit kleinen Kuppen und Mulden.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Eller

mnd. ellern, elderne, „Ahorn; Holunder, Flieder; Erle“



2. Hüllen

nnd. hülle, hüll‘, auch hülte, „kleiner Hügel, Erhöhung“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 655; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 69
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 114


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 25.08.2015

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