Gastenstücke (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Gastenstücke


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Gastenstücke (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Westlich des Nortmoorer Sieltiefes liegt unmittelbar am Deich die Flur "Gastenstücke". Während der Deichstrich im Süden des Hammrichs überwiegend aus reinem Klei besteht, ist hier der Marschboden durch einen Sandrücken, der bis an die Oberfläche tritt, untermagert. Da gleichzeitig das Geländeniveau auf etwa 1,5 m ü. NN ansteigt, boten sich diese Grundstücke für eine Beackerung an, die zur Namensbildung "Gastenstücke" führte.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Gaste

afries. gāst, gēst f., „Geest“; mnd. gêst, gast, f., „das hohe trockene Land im Gegensatz zu den Marschniederungen“. – „Oft in Namen für den Altacker eines Dorfes."



2. Stück

mnd. stücke, n., „Acker, Feld, Flurstück; Grundstück“; nnd. Stück, n., „Abteilung eines Feldes“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 83; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 26; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 120
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 148


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 02.11.2015

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