Geele bei der Klunderburg (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Geele bei der Klunderburg


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Geele bei der Klunderburg (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Westlich der Einmündung der Immegastraße in die Dorfstraße befindet sich das Grundstück "Geele bei der Klunderburg". Der Begriff "Geele" weist auf die tiefe Lage des Geländes hin. Die Höhenlage betrug ursprünglich teilweise weniger als 0,75 m ü. NN (siehe DGK). Der Hinweis auf die südlich davon früher einmal vorhandene "Klunderburg" dient der Beschreibung der geografischen Lage. Dabei ist die Bezeichnung "-burg" nicht etwa auf eine Wehranlage zu beziehen, sondern der Name früher Steinbauten wurde häufig mit dieser Nachsilbe versehen. Hier, also südlich der Heerstraße, gegenüber der o.g. "Geele", soll eines der ersten Steinhäuser von Nortmoor gestanden haben. Wie dieses Gebäude zu dem Namen "Klunderburg" gekommen sein mag, ist nicht zu klären, zumal es in der Stadt Emden eine Wehranlage gleichen Namens gegeben hat. Im Übrigen steht der Begriff "Klunder" für ein dumpfes, polterndes Geräusch.
Auf dem Grundstück "Geele bei der Klunderburg" befindet sich inzwischen ein Wohngebiet, nachdem die Grundstücke teilweise angehöht wurden.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. klunder

ein dumpfes, polterndes Geräusch, od. ein Etwas, was poltert



2. Goele

Goel, Loch, Einschnitt, kummenartige hohle Vertiefung, Rille etc.



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 663
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 287


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 31.07.2015

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