Gooracker (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Gooracker
( Goren )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Gooracker (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Das Flurstück "Gooracker" oder "Goren" befindet sich in einem Winkel westlich der Immegastraße und nördlich des Düsterweges. Dieses Teilgebiet der Nortmoorer Gaste litt früher häufig unter erheblicher stauender Nässe. Ursache war, dass das Gelände von drei Seiten um ca. drei Meter abfiel und hier den Tiefpunkt von etwa 3,0 m ü. NN erreichte. Hinzu kam, dass die Entwässerung in Richtung Süden zum Hammrich noch keineswegs ausreichte und erst später durch den Ausbau des Nortmoorer Sieltiefes deulich verbessert wurde.
Diese Verhältnisse haben offenbar zu der Namengebung geführt. Denn "goor" bedeutet "nasses, tief liegendes Land".


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Gohr

mnl. gore, goor; „morastiges, nasses, tiefliegendes Land“



2. Acker

mnd. acker, m., n., „Acker, Ackerland, beackertes Land, die gesamte Anbaufläche, das anbaufähige Land eines Besitzers, Ackerstück, Feldstück; auch als Feldmaß"; nnd. Acker, m., „Acker, bebautes Feld“, „Urspr. etwa = "Streifenparzelle, einzelne Parzelle in einem Gewann"; „häufig im Plural, dann in der Regel den ältesten Teil der Ackerflur signalisierend, die sog. Kernflur



Quellen:

Mietzner, Erhard, Die Flurnamen der Gemeinde Südlohn. Gesamtüberlieferung (1147-1989) und Namenerklärung, Vreden/Südlohn 1997, S. 119
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 108


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 21.07.2015

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