Hammrich (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Hammrich


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Hammrich (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Im Flächenmanual zur Hannoverschen Grundsteuervermessung von 1830 (StAA Rep. 87 III Nr. 73) wird das Gebiet "Die Nordmohrmer Hammrich" wie folgt eingegrenzt: Osten - Rüscheweg, Süden - Leeda, Westen - Logaer, Logaberumer Grenze u. Gemeinheit von Nordmohr, Norden - an das Dorf". Mit Leeda ist natürlich die Jümme gemeint. Es fällt auf, dass das Gebiet östlich des Rüscheweges bis zum Heimschloot und zur Ehe nicht mit einbezogen ist. Nach damaligem Verständnis war dies jedoch der sogenannte "Holtlander Hammrich", der zwar Teil der Nortmoorer Gemarkung war aber so bezeichnet wurde, weil hier viele Holtlander Bauern ihre Wiesen hatten. Außerdem befand sich in diesem Bereich recht umfangreicher Grundbesitz des Klosters Barthe.
Mit Hammrich ist das gesamte Niederungsgebiet von der Jümme im Süden bis an den Fuß des Geestrückens im Norden bezeichnet. Hier findet sich überwiegend Niedermoorboden mit einer Höhenlage von durchschnittlich 0,50 m ü. NN. Durch regelmäßige Überschwemmungen in den Winterhalbjahren wurde fast der gesamte Hammrich mit einer unterschiedlich starken Marschauflage versehen. Diese ist unmittelbar an der Jümme besonders mächtig und daher sind dort die Flächen am fruchtbarsten.
"Hammrich" bedeutet nach Doornkaat Koolman "eine ausgestreckte Fläche zusammenhängenden niedrigen Wiesenlandes" (Bd. II, S. 26).


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hammrich

nnd. hammerk, afries. hammerke, himmerik, „die gesamte Fläche Wiesen- und Weidelandes, welche zu einem Dorfe gehört, gewöhnlich niedriger als die Gaste



Quellen:

Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 81


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 04.09.2015

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