Hammrich (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Hammrich


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830),
Deutsche Grundkarte

Hammrich (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Der Nortmoorer Hammrich ist das gesamte Gebiet von der Jümme im Süden bis an den Fuß des Geestrückens im Norden, von der Gemarkungsgrenze zu Loga und Logabirum im Westen bis zum Ehetief im Osten. Das Gebiet umfaßt etwa 800 ha. Heinrich Erchinger schreibt dazu: "Der Hammrich mit seiner durchschnittlichen Höhenlage von 0,50 über NN wurde früher vom Wasser beherrscht. Bis zum Bau eines eigenen Schöpfwerkes an der Jümme im Jahre 1962 war der gesamte Hammrich mit ungefähr der Hälfte der Gemarkungsfläche von Nortmoor während der Winterhalbjahre ein einziger großer Flachsee. Die Jümme trat mit dem Beginn der ersten Herbststürme über die Deiche und ab dieser Zeit war eine Entwässerung des Gebietes durch das vorhandene Siel (ohne Pumpwerk) nicht mehr möglich. ... Erst durch die Maßnahmen im Leda-Jümme-Gebiet mit dem Bau des Sperrwerkes bei Leer, dem Schöpfwerksbau in Nortmoor im Jahre 1962 und die anschließende Flurbereinigung mit der Anlage eines völlig neuen Entwässerungsnetzes leiteten völlig neue Bewirtschaftungsmöglichkeiten der Hammrichländereien ein." (Ortsgeschichte Nortmoor, Bd. V, S. 90)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hammrich

nnd. hammerk, afries. hammerke, himmerik, „die gesamte Fläche Wiesen- und Weidelandes, welche zu einem Dorfe gehört, gewöhnlich niedriger als die Gaste“



Quellen:

Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 81


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 03.11.2015

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