Hasselter Heuweg (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Hasselter Heuweg


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Hasselter Heuweg (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Die Kommende Hasselt des Johanniterordens hatte in Nortmoor ein Vorwerk. Dieses erstreckte sich in einem etwa 3 km langen und 220 m breiten Streifen von der Gemarkungsgrenze zu Brinkum quer über die Gaste und durch den Hammrich bis an die im Süden liegende Jümme. Die Größe der gesamten Besitzung in Nortmoor betrug etwa 70 Hektar. (Quelle: Heinrich Erchinger, Ortsgeschichte Nortmoor, Bd. VI, S. 43). Zur Erschließung dieser Flächen legten vermutlich die Ordensleute einen Weg an, der von Hasselt über Holtlander und Brinkumer Gebiet den Geestrücken von Nortmoor erreichte, von dort nach Süden entlang des Klostergeländes verlief und in der Nähe des späteren Bahnhofs den Hammrich erreichte. Die Flächen in der Niederung an der Jümme waren für das Klostergut von besonderer Bedeutung, weil es zu damaliger Zeit auf Hasselt kaum geeignete Flächen für die Heugewinnung gab. So mußte denn das auf den Wiesen im Hammrich geworbene Viehfutter auf Ochsenkarren über den "Hasselter Heuweg", einem damals natürlich unbefestigten Sandweg,bis zu den etwa 8 km entfernten Stallungen in Hasselt transportiert werden.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hasselt, Harsalae

Ortsteil der Gemeinde Hesel, ehem. Sitz einer Johanniterkommende Als BW kommen afr. hars, hors "Ross" od. afr. herst "Baumbestandene Anhöhe" in Frage; das GW ist wohl Loh, also "Rosswald"



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 95


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 03.08.2015

Projektpartner