Heidfeld (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Heidfeld


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Heidfeld (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Nach der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 befand sich zwischen dem Hasselter Heuweg im Westen bis zur Holtlander Straße (K 17) im Osten entlang der Gemarkungsgrenze zu Brinkum noch fast durchgehend unkultiviertes Land. Dieses war stark mit Büschen und Bäumen bewachsen und reichte etwa bis zum heutigen Heidkoppelweg nach Süden. Ursache war einmal der Geländeabfall von der Gastenmitte (bis 7,7 m ü. NN) bis zum Grenzgraben zu Brinkum, der auf einem Niveau von etwa 2,0 m ü. NN liegt. Zum anderen war dieser Graben (Brinkumer Schloot) vor seinem Ausbau nur sehr flach und mit geringem Gefälle versehen. Das führte, insbesondere in niederschlagsreichen Monaten, zum Wasserrückstau und damit zu einer Vernässung im Gewässerbereich. Daher konnten die Flächen in Grabennähe nur schwer kultiviert werden und blieben lange ungenutzt. Solche Grundstücke, die teilweise auch Bewuchs mit Erica-Arten aufwiesen, wurden häufig als "Heidfeld" bezeichnet.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Heide

mnd. heide, „Heide“; "dürres, sandiges, unfruchtbares, unbebautes, wild u. wüst liegendes, meist mit Haidekraut bewachsenes Land; ebenes, unbebautes und unfruchtbares Land“



2. Feld

mnd. velt, n., (das freie, offene) Feld“; nnd. Feld, „Feld, Ackerland, abgeteilte (kleinere) Ackerfläche, Beet, offene Gemarkung, die (bebaute und/oder unbebaute) Flur“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 56
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 229; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 118


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 07.08.2015

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