Heidkoppels (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Heidkoppels


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Heidkoppels (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Nördlich des Heidkoppelweges, an der Gemarkungsgrenze zu Brinkum (heute Autobahn), befinden sich einige mit Wallhecken umgebene Grundstücke. Diese sind gemäß Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 früher in Kultur genommen worden als die westlich angrenzende Fläche. Andererseits wurden sie früher jedoch auch nicht geackert sondern als Grünland genutzt.
Der Flurname "Heidkoppels" weist auf die benachbarten unkultivierten Grundstücke hin und zum anderen auf die Einfriedigung, hier mit Wallhecken, die eine Verwendung als Viehweide möglich machte.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Heide

mnd. heide, „Heide“; "dürres, sandiges, unfruchtbares, unbebautes, wild u. wüst liegendes, meist mit Haidekraut bewachsenes Land; ebenes, unbebautes und unfruchtbares Land“



2. Koppel

mnd. koppele, koppel, f., „urspr. gemeinschaftliches Landstück, vorwiegend Weideland, auch Acker- oder Waldstück, dann überh. Feldstück, Stück Weideland, eingezäuntes Landstück“; nnd. Koppel, f., m., „größeres (eingefriedigtes) Stück Land“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 56
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 132


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 07.08.2015

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