Hemsfenne (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Hemsfenne


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Hemsfenne (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Die "Hemsfenne" befindet sich unmittelbar westlich der Einmündung des Holtlander Ehetiefs in die Jümme. Das Flurstück hatte ursprünglich eine sehr unregelmäßige Form in dem durch die beiden Flüsse gebildeten Geländedreieck. Im Gegensatz zu den nördlich und westlich angrenzenden Wiesen wurde dieses Flurstück überwiegend als Viehweide genutzt. Das lag am zu den Meedeflächen erhöhten Niveau (1,0 m ü. NN) und der hier stärkeren Marschauflage, die zu einer deutlich erhöhten Bodenqualität führte. Der Flurname deutet auf die erhöhte Lage und die Nutzungsform als Weide hin.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hemel, Hemelte

hamel, hemel, „Friesische Landschaftsbezeichnung, die sich auf eine sandige Anhöhe bezieht, die aus einem Niederungsgebiet herausragt.“



2. Fenne

„Altfries. fene, fenne, fonne, finne, fen, fon, fin, fen […] m. f. „Weide““; „mittelniederd. venne f. „moorige, marschige Weide““



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 36
Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 22


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 04.09.2015

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