Hillgenyett (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Hillgenyett


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Hillgenyett (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Westlich des Einlaufes des Nortmoorer Sieltiefes in das Sielbauwerk und schließlich die Jümme, befand sich nach der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 eine schmale Parzelle, die sich wie der Rest eines größeren Grundstückes ausnimmt. Möglicherweise wurden Sieltief und Siel in früheren Jahrhunderten einmal verlegt und es entstand dabei ein solch merkwürdiger Flächenzuschnitt. Wenn diese Theorie auch gewagt erscheint, so passt der Flurname dazu jedenfalls gut. Abgesehen von dem Teilwort "Hilgen", das "Heilig" = "der Kirche gehörig" bedeutet, kann "Yett" mit Bruchstück einer größeren Fläche übersetzt werden. Quelle: Bernhard Uphoff, Ostfriesische Maße und Gewichte, Aurich 1973, S. 35

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hillgen

mnd. hillich, nnd. hillig, „heilig“, „als flektiertes BW Hilligen- oft verkürzt zu Hillen-„



2. Yett, Jück

mnd. jok, juk, jök, n., m., „Ackermaß, so viel ein Joch Ochsen in einem Tage umpflügen kann"



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 125
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 128


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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