Hohe Kamp (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Hohe Kamp
( Goosekamp, Gosekamp )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Hohe Kamp (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Der "Goosekamp" wird auch "Hohe Kamp" genannt. Er liegt in der Südwestecke des Hammrichs. Nördlich davon befand sich vor der Flurbereinigung in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts das große ungeteilte Wiesengelände der Rüschwehren. Während der "Hohe Kamp" ein Höhenniveau von etwa 0,50 m ü. NN hatte, lagen die Rüschwehren deutlich tiefer und wurden in Nässeperioden und während des Winterhalbjahres häufig überflutet bzw. waren auf Dauer überschwemmt. Diese Situation ergab einen für Wassergeflügel anziehenden Flachsee. Dadurch bot sich der Gosekamp (Hohe Kamp) für die Ausübung der sogenannten Pooljagd an, zumal das Grundstück vom nahen Deich gut zu erreichen war (Quelle: Überlieferung durch ältere Einwohner). Da zur Jagdbeute auch Gänse gehörten, erhielt das Flurstück den Namen "Goosekamp".

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 02.11.2015

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