Holz- und Fennenland (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Holz- und Fennenland


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Holz- und Fennenland (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Südöstlich der Uppingaburg befindet sich die Flur "Holz- und Fennenland". Die Bezeichnung deutet darauf hin, dass diese Flächen als "Fenne", also als Weide genutzt wurden, aber auch einen Baumbestand aufwiesen.
Das genau ist in der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 abgebildet. Neben heckenartigen Baumreihen an den Parzellengrenzen befanden auch in der Fläche eine Vielzahl an Laubbäumen. Möglicherweise sind damit die Reste eines ursprünglichen Hutewaldes dargestellt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Holz

mnd. holt,n., „Baumbestand, Gehölz, Wald, Waldstück, Hochwald“; nnd. Holt, n., „Gehölz, Wald“



2. Fenne

„Altfries. fene, fenne, fonne, finne, fen, fon, fin, fen […] m. f. „Weide““; „mittelniederd. venne f. „moorige, marschige Weide““



3. Land

mnd. lant, n., nnd. Land, n., „Land“. – „Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland.“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 126
Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 22
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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