Hoppentuun (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Hoppentuun


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Hoppentuun (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Gegenüber der Kirche, auf der Südseite der Dorfstraße, befindet sich das Pfarrhaus der Kirchengemeinde Nortmoor. Für das angrenzende Grundstück wird die Bezeichnung "Hoppentuun" nachgewiesen. Der Flurname "Hoppentuun" ist mit "Hopfengarten" zu übersetzen. Er weist auf den einst verbreiteten Anbau von Hopfen für das Bierbrauen hin. Auch in Nortmoor gab es eine Reihe kleiner Brauereien. Dünnbier war vor der Einführung des Teetrinkens in Ostfriesland das am weitesten verbreitete tägliche Getränk.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hoppen

mnd. hoppe, hoppen, m., nnd. Hoppen, m., „Hopfen“



2. Tuun

mnd. tûn, „Garten“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 630


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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