Hurenkamp (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Hurenkamp
( Furenkamp )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Hurenkamp (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

In dem durch Immegastraße und Düsterweg gebildeten nordwestlichen Geländedreieck findet sich der Flurname "Hurenkamp". Dieser Teil der Ackergaste ist besonders niedrig gelegen und litt daher vor dem Ausbau von Gräben häufig erheblich unter Nässe. Er wurde deshalb offenbar nicht geackert und war nach der Karte der Preußischen Grundsteuervermessung von 1874 mit Wallhecken umgeben.
Der offenbar erst 1870 eingeführte Flurname "Hurenkamp" dürfte eine Verballhornung des älteren Namens "Furenkamp" sein, der auf einen dort früher vorhandenen Kiefernbestand, möglicherweise auf den Wällen, hinweist.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Fuhre

mnd. vure, „Föhre“; nnd. Fuhre, Föhre, „die Kiefer



2. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 564; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 120
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 21.07.2015

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