Jümme (Altarm) (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Jümme (Altarm)


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Jümme (Altarm) (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte man daran gehen, die Verbesserung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse im Leda-Jümme-Gebiet wieder in Angriff zu nehmen. In diesem Zusammenhang wurde die Forderung gestellt, den Flusslauf der Jümme durch eine Begradigung zu verkürzen, um damit einen zügigeren Abfluss des Binnenwassers zu erreichen. Im Jahre 1966 wurde deshalb der Jümmedurchstich bei Terwisch beschlossen. Damit sollte die große Jümmeschleife abgetrennt und der Fluss um 2.000 m verkürzt werden.
Im Oktober 1968 begannen die Arbeiten. Beendet wurden sie mit der Beseitigung der Absperrdämme im Jahre 1970. Seitdem hat die Jümme bei Terwisch einen neuen Verlauf. Zurück blieben das alte, 2 km lange Flussbett und eine Insel mit dem größten Teil des früheren Kloster-Vorwerkes. Der "Altarm", der dieses Gebiet in großem Bogen umspannt, ist nunmehr, nachdem die Gezeiten ausgeschaltet sind, ein stehendes Gewässer. Es stellt, von hohen Bäumen umstanden, ein inzwischen auch touristisch interessantes Landschaftselement dar.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Jümme

Der Name des Flusses kann viell. zu ahd. gumpito "Pfuhl, Teich" gestellt werden (Wechsel "g" zu "j" im Anlaut)



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 118


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 05.09.2015

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