Jümme (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Jümme


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Jümme (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Die "Jümme", früher eine für das südliche Ostfriesland durchaus wichtige Wasserstraße, entspringt als "Soeste" östlich von Cloppenburg. Ab Barßel wird das Gewässer "Barßeler Tief" genannt, bis es ab dem Übertritt auf ostfriesisches Gebiet bei Barge heute "Jümme" heißt. Das Gewässer fließt ab hier Richtung Norden und nimmt bei Detern das Aper Tief auf. Über Stickhausen und Filsum erreicht die "Jümme" das am rechten Ufer liegende Nortmoor, um sich bei Wiltshausen mit der "Leda" zu vereinigen. In seinem Verlauf nimmt die Jümme zahlreiche Nebengewässer auf, darunter die "Holtlander Ehe", das Terwischer und Nortmoorer Sieltief, die für die Entwässerung der Nortmoorer Gemarkung von großer Bedeutung sind. Die Jümme unterliegt den Gezeiten. Das bedeutet, dass bei hoch auflaufenden Fluten, insbesondere im Winter, häufig die Deiche brachen und die Niederungen überflutet wurden. Das änderte sich erst, als im Jahre 1954 bei Leer das Leda-Sperrwerk in Betrieb genommen wurde. Quelle: Theodor Janssen, Gewässerkunde Ostfrieslands, Aurich, 1967, S. 188 ff.
Will man den Flussnamen deuten, muß man sich zunächst für eine der zahlreichen Benennungen entscheiden: "Soeste", "Barßeler Tief" oder "Jümme". Hinzu kommt, dass die heutige "Jümme" früher auch "Eems" oder "Leeda" genannt wurde. So in der "Beschreibung des Hochfürstlichen Ostfriesischen Amts Stickhausen" aus dem Jahre 1734. Dort heißt es beispielsweise: "Der Filsumer Syhl lieget in der Filsumer Hammrich an der Eems ..." (Sectio III, § 22).


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Jümme

Der Name des Flusses kann viell. zu ahd. gumpito "Pfuhl, Teich" gestellt werden (Wechsel "g" zu "j" im Anlaut)



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 118


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 05.09.2015

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