Kettlersche Kamp (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Kettlersche Kamp


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Kettlersche Kamp (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Westlich des Überganges des Düsterweges über die Bahnlinie Leer-Oldenburg befindet sich auf der Nordseite ein durch Wallhecken eingefriedigtes größeres Grundstück, das im Norden bis an den Mittelweg reicht. Nach der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 wurde diese Fläche zu damaliger Zeit als Grünland genutzt. Auch die Preußische Grundsteuervermessung von 1874 erfaßt die gleiche Situation. Der Grund ist offenbar eine hier vorhandene deutliche Geländesenke. Westlich und östlich angrenzende Parzellen werden ohne Ausnahme geackert und sind vor 1905, dem Datum der Gastenverkoppelung, im Gegensatz zu diesem Grundstück, noch als schmale, langgestreckte Ackerstreifen ausgewiesen.
Die beschriebene Fläche ist mit unterschiedlichen Flurnamen erfaßt. Nach der Bezeichnung "Kettlersche Kamp" ist sie dem Grundbesitz der Uppingaburg zuzuordnen. Der Erbauer, der dieses Herrenhaus im Jahr 1780 errichtete, war der Ingenieurleutnant Johann Vollrath Kettler (geb. 1742, gest. 1784). Quelle: Heinrich Erchinger, Ortsgeschichte Nortmoor, Bd. IV, S. 57


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 07.08.2015

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