Klingfenne (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Klingfenne


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Klingfenne (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Die Flur "Klingfenne" befindet sich am südöstlichen Jümmebogen zwischen der "Diekfenne" und dem "Klosterhörn". Es handelte sich dabei um am Terwischer Weg beginnende, langgestreckte Flurstücke, die sich nach Südosten zum Deich hin auffächerten. Die "Klingfenne" wurde anläßlich eines Verkaufes im Jahre 1875 als "zur Konsistenz der Domaine Kloster Barthe " gehörig bezeichnet., war also früher Klosterbesitz. Quelle: Heinrich Erchinger, Die Münkeburg in Nortmoor, Unser Ostfriesland vom 20.04.2002.
Der Flurname dürfte sich auf den dort vorhandenen Kleiboden beziehen, der sich zum Brennen von Backsteinen (Klinker) eignet.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Klingen, Klinken

dörren, trocknen, schrumpfen, sich zusammenziehen, kleiner oder geringer werden, schwinden



2. Fenne

„Altfries. fene, fenne, fonne, finne, fen, fon, fin, fen […] m. f. „Weide““; „mittelniederd. venne f. „moorige, marschige Weide““



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 261 f.
Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 22


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 04.09.2015

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