Münkeland (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Münkeland


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Münkeland (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Der "Münkacker" bzw. das "Münkeland" erstreckte sich vom Düsterweg bis an den Mittelweg. Im südlichen Teil wurde die Fläche durch den Bau der Eisenbahnlinie im Jahre 1867 unterbrochen und das Gelände zwischen dem Düsterweg und der Bahntrasse abgetrennt. Abweichend von allen übrigen Flurlagen der Gaste verliefen die Parzellen des "Münkelandes" in west-östlicher Richtung und waren daher vergleichsweise kurz.
Der Flurname deutet auf die Zugehörigkeit der Flächen zur sogenannten "Münkeburg".
Diese befand sich nordöstlich der Stelle, wo der Düsterweg von seinem nördlichen Verlauf nach Westen verschwenkt. Der Grundbesitz der Münkeburg war vermutlich ursprünglich ein Klostergut des Prämonstratenser-Ordens in Barthe, das nach der Reformation auf die adelige Familie von Hoen überging. Im Jahre 1818 wurde das Anwesen verkauft und später auf unterschiedliche Nachfolger verteilt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Münk

afries. munek, monek, m. „Mönch“; Hinweis auf ein ehemaligen Klosterbesitz



2. Land

mnd. lant, n., nnd. Land, n., „Land“. – „Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland.“



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 65; Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 269
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 17.08.2015

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