Müntke Schloot (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Müntke Schloot


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Müntke Schloot (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Der "Müntke Schloot" verlief etwa vom Bahnhof in gerader Linie nach Süden bis an den Sachschloot um über diesen und das Sieltief in die Jümme zu entwässern. Nach dem Ausbau des im Osten zum Müntke Schloot parallel verlaufenden Sieltiefs verlor er seine Bedeutung und ist heute nur noch in Teilstrecken als Grenzgraben vorhanden.
Der Müntke Schloot stellte die östliche Grenze des Grundbesitzes des Johanniter Vorwerkes in Nortmoor dar, der im Süden auch bis an den Sachschloot reichte.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Münk

afries. munek, monek, m. „Mönch“; Hinweis auf ein ehemaligen Klosterbesitz



2. Schloot

mnd. slôt, m., n., „zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben, Deichgraben an der Sohle des Deiches“; nnd. Sloot, „Graben zur Befriedigung [...] u. Abgrenzung von Ländereien u. auch zur Abwässerung derselben“



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 65; Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 269
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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