Nedderaufgangsweg (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Nedderaufgangsweg


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Nedderaufgangsweg (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Der heutige Mittelweg auf der Höhe der Nortmoorer Gaste hatte früher den Namen "Nedderaufgangsweg" bzw. "Nedderupgangsweg". Über diesen Weg erreichte man entweder vom Hasselter Heuweg aus oder über den Münkeweg die Nedderupgangsflächen auf der nördlichen Hälfte der Gaste. Die heute vorhandenen von Ost nach West verlaufenden Querwege, wie der Heidkoppelweg, der Mastenweg, der Weg Middelupgang oder der Triemelweg wurden erst mit dem Verkoppelungsverfahren des Jahres 1905 geschaffen. Wie die Gaste vorher aussah, mag man daran erkennen, dass sich beispielsweise auf einer Länge von 275 m am Nedderupgangsweg insgesamt 34 Ackerparzellen mit einer durchschnittlichen Breite von 8 m befanden, und das bei einer Länge jeden Ackers von 350 m! Daran mag man ermessen, welche Erleichterung der Flächenbewirtschaftung aus der Flurneuordnung resultiert. Heute sind die Einzelgrundstücke am gleichen Standort zwar nur noch etwa 220 m lang, dafür aber im Durchschnitt 100 bis 150 m breit.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. neden, nedden

nieder, unten; auch hinten; beneden, benedden - unter, Nebenform von neder; ags. nether, nither



Quellen:

Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 158


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 07.08.2015

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