Nortmoorer Sieltief (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Nortmoorer Sieltief


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Nortmoorer Sieltief (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Das "Nortmoorer Sieltief" ist der zentrale Hauptvorfluter für die Nortmoorer Gemarkung. Es beginnt im Ortsteil Brunn an der Bundesstraße 436, verläuft eine Strecke entlang des Düsterweges nach Osten und nimmt das Oberflächenwasser des Ortsteiles Heide auf. Es wendet sich sodann nach Süden, unterquert westlich der Immegastraße die Landesstraße 821 sowie danach die Eisenbahnlinie Leer - Oldenburg um in etwa gerader Linie quer durch den Hammrich der Jümme zuzustreben. Auf dem Weg dorthin nimmt das Nortmoorer Sieltief eine ganze Reihe von Nebengewässern auf, die überwiegend in ost-westlicher Richtung verlaufen und aus fast allen Gemarkungsteilen zufließen. An der Jümme befindet sich das Mündungsbauwerk "Schöpfwerk Nortmoor". Mit seiner Hilfe können die Wasserstände im gesamten Einzugsgebiet reguliert werden.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Siel

mnd. sîl, m., „Siel, Vorrichtung, um Waßer zu stauen oder durchzulaßen, Schleuse“; nnd. sîl, „grössere od. kleinere mit Thüren od. einem sonstigen Verschluss versehene Schleuse zum Durchlassen od. Abfliessen des Binnenwasser



2. Tief

mnd. dêp, n., „Fahrwasser, Fluß, Canal“; nnd. dêp, „Tief, Graben, Canal, kleiner Fluss“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 206; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 182
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 506; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 293


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 02.11.2015

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