Peter Peters Warf (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Peter Peters Warf


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Peter Peters Warf (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Nördlich der Dorfstraße wird westlich der Einmündung der Alten Straße ein auch heute bebautes Grundstück mit "Peter Peters Warf" bezeichnet. Eine Warf war keine volle oder halbe Hofstelle, sondern häufig eine zweite zu einem Hof gehörende Hausstelle. Diese wurde oft vermietet oder war auch Sitz der Altenteiler. Daneben gab es selbständige Warfstellen, die von Handwerkern oder Tagelöhnern bewohnt wurden.
Der Name Peter Peters, der hier als vermutlicher Eigentümer der Warfstelle genannt wird, ist im Kirchenarchiv von Nortmoor mehrfach erwähnt. Möglicherweise handelt es sich dabei um den die Gemeinde als Municipalrat (Abgeordneter) vertretenden Hausmann Peter Peters, der 1749 geboren wurde und bis 1812 in Nortmoor lebte (OSB Ntm Nr. 1703).


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Warf

mnd. wurt, wort, f. „urspr. wohl jede (natürliche od. künstliche) Erhöhung, die Sicherheit und Schutz gegen aufsteigendes Waßer gewähren soll; [...]; dann bes. die Stätte für (landwirthschaftliche) Gebäude oder Platz zum Hausbau; überh. jede Hofstätte, bes. eine eingezäunte, sie sei bebaut od. nicht, deren es mehrere bei einem Gute geben kann.“; nnd. war



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 790; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 513


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 03.08.2015

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